
Liebe Leserschaft,
Montag, 06. April Ostermontag

vom 1. Mai bis 31. August 5x täglich: 07:45 / 09:45 / 12:45 / 16:45 / 19:45 Uhr MESZ
oder UTC = MESZ – 2h
Da fiel mir gestern nur die letzte Strophe von Goethes Zauberlehrling ein:
»In die Ecke,
Besen! Besen!
Seid’s gewesen.
Denn als Geister
ruft euch nur, zu seinem Zwecke,
erst hervor der alte Meister.«
09:45 Uhr – Delta Papa ist am DP07-Seefunk-Mike in der DP07-Zentrale in Cranz bei Hamburg.
Heute hat der alte Meister, Delta Papa, alles wieder in den Griff bekommen. Die Sendung von 09:45 Uhr lief absolut störungsfrei. Sogar die mechanische Glasenuhr von Delta Papa war im Einklang mit der Atomzeituhr in Braunschweig. Da hat Delta Papa sehr erfolgreich die Unruhefeder seiner Glasenuhr justieren können. Wer jemals an der Unruhefeder einer mechanischen Uhr herumgefummelt hat, weiß wie schwierig das ist, die korrekte, sekundengenaue Uhrzeit zu erwischen. Deshalb wurde früher auch die sogenannte Gangzeitenabweichung der mechanischen UTC-Borduhr vs. Zeitzzeichensender in einem Abweichunsprotokoll peinlichst genau nachgehalten, denn eine Sekunde Abweichung bedeutet beim Sextantenschuss in der klassichen Astronavigation bereits eine Abweichung von 4 Seemeilen in der Positionsbestimmung, wenn ich mich recht entsinne. Dazu kam auch noch die Abweichung aus der Messung des Sextantenwinkels auf schwankendem Schiff:
Ich habe mir die Astronavigation, nach den Sachbüchern von Bobby Schenk, im Sebststudium beigebracht. Zu diesem Zeitpunkt besaß ich allerdings schon den ersten GPS-Empfänger der Fa. Garmin (Garmin 45). Ich konnte meine Astroposition also immer gleich nachprüfen. Ich hatte selten eine Abweichung von mehr als 6 sm, was mich davon überzeugte, daß ich die Astronavigation gut im Griff hatte. War immer ein dolles Gefühl, wenn man seinen Koppelort mit dem Ergebnis der Astronaigation abgleichen konnte.


Auszug von Bobby Schenks WebPage: Verlässt sich der Skipper allein auf die Elektronik- und das tut er auf hoher See ohne einen Sextanten, verstößt er gegen diesen ehernen Grundsatz der Hochseenavigation. Dementsprechend hat ein deutsches Obergericht unlängst nach einem Schiffsunfall geurteilt, dass ein Skipper „grob fahrlässig“ gehandelt hat, weil er sich ausschließlich auf seine elektronische Karte verlassen hat. Achtung: Bei „grober Fahrlässigkeit“ zahlt die Schiffsversicherung nicht, und bei Personenschäden gibt es eine erhebliche Verurteilung!
Aber ist das nicht ein wenig übertrieben, wo wir neben dem amerikanischen GPS noch das europäische, das chinesische und das russische System in unserem Plotter (oder auch im Handy) haben? Hierzu folge man diesem Link, wo eine ganze Reihe wahrer Begebenheiten meist von deutschen Seglern geschildert werden, bei denen ein Blitz nachhaltig und natürlich unerwartet die ganze Elektronik zerdeppert hat. Und in Kriegszeiten wäre es nicht das erste Mal, wenn die Parteien sich auch per Cyber bekämpfen. Navigation stören trifft den Feind ziemlich hart.
Nicht umsonst ist Astro-Navigation sowohl beim deutschen Hochsee-Schein (SHS-Schein), beim österreichischen Schein für weltweite Fahrt (FB4) und beim internetional hoch anerkannten Yachtmaster Prüfungsfach.
12:45 Uhr – Fehmarn Radio (Mario Schuler) erklingt völlig einwandfrei über den Äther. Es folgt eine technisch ganz stabile Sendung.
Ich hbe schon lange nicht mehr meine WhatsApp-Bildernachrichten verarbeitet – habe im Moment keinen Drive dazu – hoffentlich wird das wieder.

16:45 Uhr Delta Papa ist am Mike. Seine Modulation über OpenWebRX hat viel Hall, was die Verständlichkeit durchaus erhöht, aber etwas gewöhnungsbedürtig ist.

DP07-Seefunk: + 01″
Dienstag, 07. April
Mittwoch, 08. April
Einen Spaziergang mit meiner Tochter habe ich mir für heute vorgemerkt.
19:15 Uhr – Mal sehen, ob sich jemand in die Teams-Konferenz der Freunde von DP07 einloggen wird.
Letzten Mittwoch hatte ich zugesagt, unsere Konferenz auch neben DP07-Seefunk weiterhin aktiv zu halten. So soll es geschehen.













